Geschwisterliebe

Sie lieben sich, sie hassen sich, sie sind die besten Freunde, sie streiten sich, sie vertragen sich, sie kommen gut miteinander klar, … Die Beziehung zwischen Geschwistern kann mal so oder mal so sein. Aber Brüder und Schwestern sind und bleiben sie trotzdem. Meist ist das die einzige Beziehung auf einer Altersstufe, die dauerhaft bestehen bleibt. Zu Freunden verliert man irgendwann den Kontakt, wenn sie in eine andere Stadt ziehen oder ins Ausland gehen. Beziehungen und Ehen gehen in der heutigen Zeit immer häufiger in die Brüche. Doch Geschwister sind meist ein Leben lang für einander da. Damit sich so eine innige Vertrautheit überhaupt aufbauen kann, werden die Grundsteine dafür bereits in der Kindheit gelegt. Eltern können ebenfalls einiges dafür tun, um diese Beziehung zwischen ihren Kindern zu fördern.

GeschwisterliebeFair bewertet werden und ohne Konkurrenz sein

Dass die Kinder gleich behandelt werden, sorgt für Gerechtigkeit und ist nur fair gegenüber den Kindern. So kommt es seltener zu Rivalitäten zwischen den Geschwistern, wenn diese um die Gunst der Eltern kämpfen müssen. Dennoch sollten sie nicht alle über einen Kamm geschoren werden. Leistungen, Verhalten, Erfolge usw. sollten immer individuell betrachtet werden. Das ist allein schon deshalb notwendig, da die Kinder vom Alter her meist mehr oder weniger große Unterschiede aufweisen.

Hilfreich dabei ist es, wenn jedes Kind für sich ein Feld hat, auf dem es gut ist. Zum Beispiel nimmt der Bruder Klavierunterricht und hat ab und zu Auftritte. Die Schwester hingegen besucht regelmäßig den Hockeyverein und nimmt an manchen Wochenenden an Turnieren teil. Die Erfolge, die jedes der Kinder dabei hat, sind innerhalb der Familie konkurrenzlos. Eltern sollten ihre Kinder also dabei unterstützen, wenn diese unterschiedlichen Hobbys nachgehen wollen. Auch die Fähigkeiten der Geschwister untereinander anzuerkennen, fällt den Kindern leichter. Wenn sie sich über einen Sieg des anderen freuen, geht nicht eine eigene Niederlage damit einher.

Familienbande

Um den Zusammenhalt in der Familie, also zugleich auch zwischen den Geschwisterkindern zu stärken, haben sich gemeinsame Aktivitäten bewährt. Gemeinsame Ausflüge am Wochenende, der Nachmittag auf dem Spielplatz oder auch das Abendessen im Kreise der Familie bieten viele Gelegenheiten Zeit miteinander zu verbringen und sich auszutauschen. Feste Rituale geben den Kindern nicht nur Halt und Orientierung innerhalb der Familie, sondern stärken auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Davon profitiert dann wiederum die Bindung zwischen den Geschwistern.

Haben die Kinder zusammen Erlebnisse gehabt, so teilen sie die Erinnerung daran. Wenn sie durch gemeinsames Tun Erfolgserlebnisse haben, so entsteht daraus eine Bindung, die noch Jahre später sehr innig ist. Nicht umsonst sagen manche Menschen, dass sie mit ihrem Bruder oder ihrer Schwester „durch dick und dünn gehen“ oder „Pferde stehlen“ konnten. Auch bei Sorgen und Problemen vertrauen sich Geschwister untereinander oft an und haben ein offenes Ohr.

Vielen Eltern, die ebenfalls Geschwister haben, dürfte das bekannt vorkommen. Sie haben noch als Erwachsene ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester oder ihrem Bruder. Und wenn sie dies ihren Kindern vorleben, dann wird sich das auf diese übertragen. Denn auch in dieser Hinsicht haben Eltern eine nicht zu unterschätzende Vorbildwirkung.

 

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