Was sind Sprachcamps?

Fremdsprachen zu beherrschen, erhöht im Urlaub nicht nur das Reisevergnügen, sondern erleichtert auch den Einstieg in die Berufswelt. Damit Englisch und Co. spätestens bis dahin sattelfest sind, fängt man mit dem Sprachtraining am besten bereits in Kindertagen an.

Was sind Sprachcamps?

Ein Sprachcamp bietet hier eine attraktive und vor allem effektive Alternative zum oftmals zähflüssigen und trockenen Schulunterricht. Das Camp findet während der Sommerferien, der Osterferien, der Herbstferien oder auch der Winterferien statt und bietet den Kindern nicht nur die Möglichkeit, einen traumhaften Urlaub zu erleben, sondern ganz nebenbei ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern.

Nach der Schule beginnt die Reise ins Ungewisse

Der Schulabschluss steht vor der Tür und bei vielen Kids drehen sich die Gedanken nur noch um ein einziges Thema: Was kommt nach dem letzten Schultag? Wie werde ich mich orientieren? Wohin wird für mich die Reise gehen? „Reise“ ist hierbei gar nicht mal so metaphorisch zu verstehen, denn für viele junge Menschen beginnt die Zeit nach der Schule tatsächlich genau damit: mit einer Reise. Wer sich einen Überblick über die Möglichkeiten und Optionen von Ausbildung und Studium verschaffen will, beschränkt sich dabei längst nicht mehr nur auf die deutsche Bildungslandschaft.

Immer mehr Ausbildungswege führen zunächst über das Ausland, immer mehr Jobs verlangen internationale Berufserfahrung. Und auch gänzlich im Ausland zu arbeiten, ist längst nicht mehr ein Privileg der Traumtänzer. Länder wie die USA, Australien oder Kanada locken mit renommierten Studiengängen und attraktiven Berufsaussichten. Welcher Weg es auch sein soll – an dem Blick über den Tellerrand hinaus führt er jedenfalls kaum vorbei. Doch für viele junge Menschen gibt es hier ein Problem, eine Hürde, an der einige von ihnen scheitern: Fremdsprachen.

Der USA- oder Kanada-Trip funktioniert natürlich nur mit entsprechenden Englisch- oder Französischkenntnissen, mit Deutsch kommt man in der Welt nun einmal nicht weit. Wer im Ausland studieren und arbeiten möchte, sollte die jeweilige Landessprache nicht nur rudimentär, sondern bestenfalls fließend beherrschen. Andernfalls wird der Auslandaufenthalt schnell zur Nervenzerreißprobe, es gibt nichts Unschöneres als sich in einem fremden Land nicht artikulieren zu können.

Fremdsprachenunterricht in der Schule: viel Theorie, wenig Praxis

Deshalb bekommt man ja in der Schule auch schon frühzeitig Englisch-, Französisch- und Spanischunterricht aufgebrummt – dürfte demnach doch alles kein Problem sein, oder? Leider nicht ganz. Der schulische Lehrplan sieht zwar ein kurzes „Hineinschnuppern“ in die jeweiligen Fremdsprachen vor, sattelfeste Sprachkenntnisse können hier allerdings nicht erworben werden. Der Grund liegt auf der Hand: Das deutsche Bildungssystem steht unter Druck. Vergleichsstudien wie PISA sind mit den Jahren immer wichtiger geworden, jede Schule will gut abschneiden.

Hinzu kommt, dass die bislang an Gymnasien übliche Schulzeit von 13 Jahren kürzlich auf 12 Jahre eingedampft wurde. Dies alles bedeutet mehr Stress und Lerndruck für die Schüler – sie sollen möglichst gute Noten schreiben, bekommen jedoch immer weniger Zeit zum Lernen. Insbesondere in Fremdsprachen rächt sich das: Hier wird der Unterrichtsstoff immer mehr auf die klausurrelevanten Themen reduziert, Zeit zum Intensivieren von Grammatik und Co. bleibt kaum. Und genau hier liegt das Problem: Fremdsprachen müssen gesprochen werden. Ohne die notwendige Routine bleibt eine neue Sprache ein wackeliges Gerüst aus ein paar Grammatik- und Syntaxregeln, sie bleibt wortwörtlich fremd.

Das sind Sprachcamps

Und schon entsteht für junge Menschen, welche für sich eine Zukunft im Ausland sehen, eine massive Stolperfalle. Denn ohne entsprechende Routine und Sicherheit in der jeweiligen Fremdsprache fühlen sich viele der Reise ins Ungewisse nicht gewachsen, verzichten stattdessen lieber auf das Studium in Harvard oder den Job in Kanada.

Heute schon an morgen denken: Mit Sprachreisen für die berufliche Zukunft vorsorgen

Doch soweit muss es nicht kommen. Sie als Eltern können an dieser Stelle frühzeitig vorsorgen und Ihrem Kind einen optimalen Start ins Berufsleben ermöglichen: mit Sprachcamps. Denn Sprachcamps versuchen genau die Lücke zu schließen, welche im deutschen Bildungssystem entstanden ist – hier haben die Kinder die Möglichkeit, genau die Sprachroutine in Englisch, Französisch oder Spanisch zu erwerben, welche ihnen im Schulunterricht verwehrt bleibt. Dies ist nicht zuletzt dem einzigartigen Lehrkonzept, welches bei Sprachferien Anwendung findet, geschuldet: Statt theorielastigem Unterricht finden hier anwendungsorientierte Lerneinheiten statt, Grammatik und Co. werden in praktischen Übungen intensiviert und verinnerlicht.

Kurzweilig und effektiv Englisch, Spanisch und Französisch lernen

Das dualistische Unterrichtsmodell sieht effektive und kurzweilige Lernintervalle vor, in welchen die Kinder mit Grammatikregeln, Satzbau und Vokabeln vertraut gemacht werden. Diese werden von deutlich längeren praktischen Einheiten abgelöst. Hierbei können die Kids das zuvor erworbene Wissen umgehend anwenden und somit besser in einen Sinnzusammenhang einordnen. Die praktischen Lerneinheiten werden darüber hinaus mit sportlichen oder erlebnispädagogischen Aktivitäten verknüpft.

So findet in einem der Sprachcamps beispielweise die Schnitzeljagd auf Spanisch, der Hürdenlauf auf Englisch oder der Erlebnisparcour auf Französisch statt. Der Vorteil hierbei: Die Kinder verknüpfen das Gelernte mit Spiel und Spaß, Lernen verliert hier seinen strengen Charakter. Überdies grenzen sich Sprachferien hiermit stark vom schulischen Unterricht ab, statt langweiligem Tafelunterricht und frustrierenden Hausaufgaben wird Lernen hier zum aufregenden Event, eine neue Sprache zum Abenteuer.

Sprachen lernen als gemeinschaftliches Abenteuer

Die Kids können bei Sprachferien nicht nur ihre Ferien genießen und traumhafte Urlaubserlebnisse mit nach Hause nehmen, sondern auch jede Menge soziale Kontakte knüpfen. Durch die ständige Interaktion mit Gleichaltrigen lernen sie, gemeinsam mit anderen Kindern im Team zu arbeiten und dabei unbefangen und neugierig auf fremde Menschen zuzugehen. Soziale Kompetenzen sind auf dem heutigen Arbeitsmarkt mindestens genauso unentbehrlich wie gute Fremdsprachenkenntnisse: Die meisten Unternehmen und Betriebe verfügen heutzutage über internationale Branchenkontakte aus aller Welt. Arbeitgeber legen daher bei einem neuen Bewerber gesteigerten Wert auf dessen sogenannte „Soft Skills“.

Das sind Sprachcamps für Kinder

Hierzu gehören in erster Linie Teamgeist, Durchsetzungsvermögen, Führungsqualitäten sowie die Fähigkeit, sich in eine bestehende Gemeinschaft zu integrieren. All jene Kompetenzen können die Kids bei Sprachferien schon frühzeitig erwerben und trainieren. Denn: Wer nach der Schule einen Trip ins Ausland plant, sollte nicht nur in der jeweiligen Fremdsprache routiniert sein, sondern auch im Umgang mit Menschen! Leider wird in den Schulen meist genau das Gegenteil gefördert – durch das Notensystem werden die Schüler schon frühzeitig zu kleinen Einzelkämpfern erzogen.

Gemeinsam Lernblockaden abbauen

Wer sich in einer fast 40-köpfigen Klassengemeinschaft Gehör verschaffen und sich am Unterricht beteiligen will, muss sich durchsetzen können. Der Unterricht wird daher nur allzu oft von den selbstbewussten und dominanten Kindern geprägt, schüchterne und introvertierte Schüler gehen im Trubel meist völlig unter.

Dies wirkt sich in der Regel nicht nur negativ auf deren Leistungen aus, sondern lässt auch Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl immer weiter abnehmen. Viele der betroffenen Schüler beteiligen sich nicht mehr am Unterricht, fühlen sich nicht mehr zur Klassengemeinschaft zugehörig. Oftmals entwickeln sich regelrechte Lernblockaden: Die negativen Erlebnisse des Vormittags werden mit der jeweiligen Fremdsprache verknüpft, die Kids machen keine Hausaufgaben mehr, schwänzen oftmals gänzlich den Unterricht.

Lernen in Kleingruppen und ohne Leistungsdruck

Diesen Teufelskreis wollen Sprachcamps durchbrechen und den Kids dabei helfen, wieder Freude am Lernen in der Gruppe zu finden. In einem Englisch Feriencamp oder auch Sprachcamp wird daher ausschließlich in Kleingruppen gelernt, was gleich mehrere Vorteile bietet: Zum einen hat der Dozent hierbei die Möglichkeit, auf jeden seiner Schüler einzeln einzugehen und dessen Lernfortschritt genau zu beobachten. Zum anderen hat so jedes Kind die Chance, sich am Unterricht zu beteiligen, niemand kann „übersehen“ werden. Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zum schulischen Lehrpersonal können sich die Dozenten voll und ganz auf ihre Gruppe konzentrieren und werden nicht durch weitere Verpflichtungen abgelenkt.

Dies ist jedoch an den Schulen meist nicht der Fall. Hier müssen Lehrer sich oft mehr als zweiteilen: Die meisten unterrichten gleich mehrere Klassen in mehreren Fächern. Hinzu kommen Vertretungsstunden für erkrankte Kollegen, Elternabende, Konferenzen und weitere Zusatzaufgaben. Der einzelne Schüler geht hier schnell unter und wird auf eine Note im Klassenbuch reduziert. Noten sind einem Sprachcamp natürlich ebenso tabu wie jegliche andere Form von Leistungsdruck. Zensuren können zwar dabei helfen, Leistungen einzuordnen und zu dokumentieren – allerdings nur, wenn sie hundertprozentig gerecht sind. Dies ist jedoch nur schwer umsetzbar, bedenkt man den Umstand, dass Lehrer oftmals nach jeder Unterrichtsstunde die mündliche Beteiligung einer kompletten Schulklasse bewerten müssen.

Auch hier ziehen die Stillen und Zurückhaltenden meist den Kürzeren, wer sich nicht gemeldet hat, bekommt eine schlechte Zensur. Diese sagt in dem Fall jedoch überhaupt nichts über die tatsächlichen Sprachkenntnisse eines Schülers aus, sondern lediglich über seine Ambitionen in puncto mündlicher Mitarbeit. Darüber hinaus setzen Noten die Kids nur unnötig unter Druck und erzeugen innerhalb einer Klasse, die eigentlich eine Gemeinschaft sein sollte, einen fast schon darwinistischen Wettkampf: Jeder will besser als der andere sein.

Individuelle Betreuung von pädagogisch geschulten Sprachdozenten

In einem Sprachcamp wird grundsätzlich kein Konkurrenzdenken geschürt, sondern stattdessen Gemeinschaft gefördert. Die Dozenten in einem Sprachcamp verfügen daher über eine spezielle pädagogische Schulung und sind erfahren im Umgang mit Kindern, welche bisher Lernschwierigkeiten und Verständnisprobleme in der jeweiligen Fremdsprache hatten. Darüber hinaus sind die Dozenten hier meist Muttersprachler und können den Kindern dadurch einen wesentlich leichteren Zugang zur fremden Sprache verschaffen. Die Dozenten motivieren die Kids nicht nur dazu, sich am Unterricht zu beteiligen, sondern diesen auch aktiv mitzugestalten.

Der tägliche Lehrplan wird in entscheidendem Maße vom Lernfortschritt der einzelnen Schüler bestimmt, der Unterricht individuell an die Bedürfnisse der Kids angepasst. Gemeinsam mit den Schülern erarbeiten die Dozenten Verständnisschwierigkeiten, füllen nach und nach Wissenslücken und tasten sich vorsichtig an komplexe grammatikalische Regeln und Strukturen heran. Im Vordergrund steht dabei natürlich immer der Spaß an der Sache. Könnte das etwas für Ihren kleinen Racker sein? Dann melden Sie Ihr Kind noch vor den nächsten Schulferien in einem Sprachcamp an und rüsten Sie Ihren Liebling schon heute für die Herausforderungen von morgen!

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Das Feriencamp 4.5 von 5 Sterne basierend aus 977 Bewertungen und 977 Meinungen.